Panoramablick über Freising, der ältesten Stadt Oberbayerns

Heute bekommt Ihr Tipps für den perfekten Samstag in Freising und der beginnt bekanntlich mit einem Marktbesuch. Und dann? Ja dann geht’s in luftige Höhen, nämlich auf den Turm der St. Georgs Kirche.

Panoramablick über Freising

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Die Freisinger kennen ihn wohl alle, den Wochenmarkt. Und so mancher wird sich fragen, was es denn da noch zu berichten gibt. Ja das stimmt schon, aber seid Ihr schon mal in aller Herrgottsfrühe dort gewesen? Nein? Oh, dann müsst Ihr das aber dringend nachholen. Die Stimmung ist phänomenal! 

Ich spare mir an diesem Samstag also das Frühstück zuhause und schlendere stattdessen durch den Wochenmarkt. Wach bin ich um diese Zeit noch nicht ganz, die Standlbetreiber schon. Die geben ihren Ständen noch den letzten Schliff und man merkt schon, dass das alles nicht ihr erstes Mal ist.

Als erstes treibt es mich auf einen kleinen Ratsch zur „Vogtin“, die ihre Lammspezialitäten hier verkauft und ein echtes bayrisches Original ist.

Wochenmarkt Freising
Ein Ratsch mit der Vogt Kathi – ein absolutes Muss:)

Geraume Zeit später, es gab viel zu bereden, zieh ich mir ein Kaffeetscherl bei der Kaffeebiene rein und genieße die Ruhe vor dem Sturm. Zu späterer Stunde treffen sich hier nämlich sogar Stammtische.

Bunt, locker und vielfältig

Zwei Espresso später erklingen australische Didgeridooklänge und mischen sich mit bayrischem Dialekt. Ein paar Touris machen vor, hinter und neben den Musikern Fotos und da haben wir sie, die Stimmung eines ganz normalen Markttages. Bunt, locker und vielfältig. Mittlerweile trudeln die ‚ganz normalen‘ Marktbesucher ein und die meisten, die mir begegnen sind gut drauf. So richtig pressieren tut es heute auch niemanden.

Wochenmarkt in Freising

Nirgends kann man die Zeit so schön verbringen als auf dem Markt und ob man nun was kauft, oder nur ein bisserl durchstrawanzt ist eigentlich nebensächlich.

Panoramablick über Freising
Und noch eine Hand voll Kirschen beim Früchte Schweiger

Mich zieht’s jetzt, mit einem Zwischenstopp beim Früchte Schweiger, auch schon zur Mohrenkopfschachtel. So nennen wir hier liebevoll den viereckigen Brunnen aus Bronze. Seit 1988 bereichert er die Freisinger Altstadt und ist besonders bei Tauben, Kindern und Fotografen beliebt, eigentlich bei Jedem.

Panoramablick über Freising
Freisings beliebte Mohrenkopfschachtel

Panoramablick über Freising

Schräg gegenüber unserer Mohrenkopfschachtel verkauft eine ältere Dame ihre Ware aus dem Bauerngarten, also alles was grad so wächst. Find ich super, drum decke ich mich gleich mit allem was grad so wächst ein.

Panoramablick über Freising
Alles was grad so wächst frisch aus dem Bauerngarten

Und weil ich nach dem vielen Kaffee, der Quarktasche und dem ganzen süßen Obstzeugs ganz dringend eine Fischsemmel mit einem Berg Zwiebeln drauf brauche, visiere ich den Fisch Baumgartner an. Von dem hab ich euch schon mal erzählt. Die Haager Allee und der ‚worldbest Steckerlfisch‘, Ihr erinnert Euch? Biergarten Schlossallee

Liebenswert, urig und sehr fotogen

Und während ich meine Fischsemmel genieße und mir über meine Zwiebelfahne Gedanken mache, streift mein Blick den St. Georgsturm. Ganz schön hoch denk ich mir. 84 Meter um genau zu sein. Neben dem Dom ist er eines der Wahrzeichen der Stadt. 

Panoramablick über Freising

Blauer Himmel, weiße Schäfchenwolken und dann dieser herrliche barocke Turm. Irgendwie ist dieser Anblick für mich der Inbegriff einer bayrischen Stadt. Kein Wunder, dass er zu den begehrtesten Fotomotiven der Stadt gehört. 

Sauer macht lustig, oder in meinem Fall mutig

Ich bin mittlerweile bei meiner zweiten Fischsemmel angelangt, als ich mich erinnere, dass man den St. Georgsturm auch hochsteigen kann. Das letzte Mal war ich in meiner Schulzeit dort oben und wir hatten alle einen Heidenspaß. Der Panoramablick über Freising hat mich damals nicht so arg interessiert. Heute hat mich blöderweise die Platzangst voll im Griff und ich erinnere mich, dass das Treppenhaus ganz schön eng war.  Aber gut, kann man ja probieren und so nehme ich mir für den Nachmittag eine Turmbesteigung vor.

Panoramablick über Freising

Panoramablick übr Freising

Panoramablick über Freising

Das Ende vom Lied ist, ich kam nicht recht weit mit meinem Aufstieg und kehrte schon bald wieder um. Ich stand also unten und blickte neidisch hoch, während mein Mann diesen phänomenalen Panoramablick über Freising genoss. Die Turmbesichtigung ist absolut empfehlenswert, nur halt nicht für solche wie mich und nebenher gesagt, kurz vorher zwei Fischsemmeln zu verdrücken ist auch nicht der Knaller:)

Panoramablick über Freising
Freisinger Dom

Panoramablick über Freising

Panoramablick über Freising

Panoramablick über Freising
St. Georg Brunnen

Panoramablick über Freising

Und sonst so?

Den unglaublichen Panoramablick über Freising könnt Ihr von Mai – Oktober immer samstags von 15,15 Uhr – 17 Uhr genießen (nur bei schönem Wetter)

Wochenmarkt samstags und mittwochs von 7 – 13 Uhr

Panoramablick über Freising

Fotos: Rosi und Thomas Strasser

5 Kommentare

  1. Hallo Rosi
    Dankeschön für Deinen anregenden Bericht über den Freisinger Wochenmarkt.
    Für mich als leidenschaftliche Köchin, war der Markttag immer besonders schön.
    Alles bekam man frisch und lecker, ein Traum.
    Man kannte die Marktleute und erfuhr dies und jenes…
    Da ich meistens mit dem Kinderwagen unterwegs war,
    schaffte ich es nie zu einer Kirchturmbesteigung.
    Aber die Laubenbräutreppe erklomm ich……
    Zur Belohnung gabs nämlich damals am Markttag ,ein resches Hendl vom Wienerwaldstraßenverkauf.

    Servus aus Minga
    Btw. Da Viktualienmarkt is aba a ganz schee.

    1. Danke, liebe Helga.
      Der Wochenmarkt ist immer noch so wie Du ihn beschreibst und wir gehen oft hin. Bisserl einkaufen und in erster Linie Leute treffen und bisserl ratschen:)
      Und ich glaube auch, dass der Viktualienmarkt ‚ganz schee‘ is;)
      Einen schönen Sonntag noch,
      Rosi

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